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Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Ewigkeiten

Foto: TAB

VON CHRISTA BURKHARDT

DEKANAT MICHELAU ? Sonntags erst das Auto waschen, dann einkaufen und danach zur Arbeit gehen. Die Wirtschaft will das. ?Ohne den Sonntag gäbe es nur Werktage?, hält die Kirche dagegen. ?Wir brauchen den Sonntag. Wir brauchen Zeiten zum Stillwerden?, fordert der evangelische Dekan Johannes Grünwald. ?Wir brauchen Tage zum Feiern.?

Die Zeit spielt eine wichtige Rolle in der Bibel, im Kirchenjahr, im christlichen Glauben und sollte es deshalb im Leben eines jeden Christen tun. ?Mit jedem Feiertag, mit jedem Anlass im Kirchenjahr dringt ein Strahl der Ewigkeit in das irdische Leben?, sagt Grünwald. Ein Strahl, den man im Alltag umsetzen sollte.

 

Da gibt es ? natürlich ? Tage der Freude. Feiertage eben. Weihnachten zum Beispiel. Da gibt es aber auch andere Tage. Unangenehme. Tage der Traurigkeit und der Leere. Den Karfreitag zum Beispiel. Auch ein Strahl der Ewigkeit, wie im richtigen Leben. Grünwald: ?Das Leben ist nicht immer nur highlife. Warum blenden wir das aus??

 

In der Bibel wird von erfüllten, aber auch von anderen Zeiten gesprochen. Nur: Diese ?anderen Zeiten? will keiner wahr haben, keiner erleben. Krisenzeiten, traurige Zeiten werden geleugnet oder delegiert. Zum Beispiel an Beerdigungsinstitute. Das mag praktisch sein. Ehrlich sei das nicht.

 

?Es gibt für jeden Menschen traurige, es gibt in jedem Leben leere Zeiten. Die institutionalisierte ?leere Zeit? im Kirchenjahr ist die Karwoche. Nutzen wir sie?, appelliert der Dekan, weiß aber gleichzeitig, wie schwer das ist.

 

Da gibt es viele Jugendliche. Die haben um Ostern Ferien und wollen Spaß haben. Auch am Gründonnerstag und am Karfreitag. Und ?da gibt es die privaten Fernsehsender, die Ostern als Gelegenheit zum Spielfilmsenden und Werbeminuten-Verkaufen sehen. Und schon füllt sich die leere Zeit mit Zerstreuung aller Art?, ärgert sich Grünwald. ? Ganz abgesehen von der oft fragwürdigen Qualität dieser Zerstreuung.

 

Eine weitere ?leere Zeit? im Kirchenjahr ist die Adventszeit. Zwar keine Zeit der Trauer, des Sterbens und des Todes, aber eine Zeit der Erwartung, des Geduld-Habens. Wer weiß nicht aus eigener Erfahrung, wie gern jeder diese Wartezeit mit Programm füllt. Man denke nur an die ganzen Weihnachtsfeiern der Vereine im Dezember.

 

Grünwald: ?Wir als Kirche versuchen bewusst, in dieser Zeit keine Weihnachtsfeiern, sondern wenn überhaupt, Adventsfeiern oder als weltliche Alternative Jahresabschlussfeiern zu gestalten. Und da werden keine Weihnachtslieder, da wird nicht ?Stille Nacht? gesungen, sondern eben Adventslieder. Und richtig gefeiert wird erst an Weihnachten.? Der festliche Strahl der Ewigkeit.

 

Dabei ist Zeit im christlichen Glauben nicht nur Chronologie, ist nicht nur das Kirchenjahr. In welcher Zeit leben wir heute? ?Wir leben wieder in einer religiösen Zeit?, beobachtet Grünwald. ?Nach dem Allmachtswahn der Technik und dem unerschütterlichen Fortschrittsglauben gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts hat der Mensch heute erkannt, dass er nicht allmächtig ist, dass nicht alles machbar ist. Es gibt noch mehr als physikalische Gesetzmäßigkeiten. Das wird heute wieder akzeptiert.?

 

Diese Erkenntnis mag sich nicht unmittelbar in den Mitgliedszahlen der Institution Kirche ausdrücken, aber sie sei deutlich zu spüren. Ein paar Beispiele: In Taufgesprächen sei es heute Eltern nicht mehr peinlich, über Engel und deren Beistand für ihr Kind zu reden. Im Konfirmandenunterricht gebe es oft rege Diskussionen über die Wunder Gottes und nicht mehr nur peinliches Schweigen, wenn dieses Thema auf dem Stundenplan steht. Im Religionsunterricht langweilten sich noch vor 20 Jahren viele Kinder. Heute lauschten sie oftmals gespannt, wie die Ostergeschichte ausgeht. Schlicht, weil sie es nicht wissen.

 

Religion ist in Vergessenheit geraten. Darin liegt die Chance, Religion neu zu lernen. Das braucht Zeit. Auch, aber nicht nur am Sonntag. Grünwald: ?Zeit ist immer von Gott geschaffene, von Gott geschenkte Zeit, die man bewusst gestalten soll.?


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