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Sie befinden sich hier: Service  / Texte / Coburger Land  / Untersiemau / Im Vorzimmer von Bürgermeister Günther Kob: / 


?Überall stapelte sich Toilettenpapier?

Brigitte Fiebich ist in Untersiemau auch ?Der Standesbeamte? ? ?Die Standesbeamtin? gibt es nicht.

27. September 2007

UNTERSIEMAU ? Brigitte Fiebich arbeitet seit 29 Jahren in der Gemeinde Untersiemau, seit 18 Jahren Tür an Tür mit Bürgermeister Günther Kob. In den ersten Jahren hatte sie drei Bürgermeister, als die Verwaltungsgemeinschaft noch Untersiemau, Großheirath und den Itzgrund umfasste. Nach dem Austritt des Itzgrundes waren es noch zwei und seit der Loslösung von Großheirath hat auch sie nur noch einen Bürgermeister.

Trinkt Bürgermeister Günther Kob Kaffee eigentlich schwarz oder mit Zucker und Milch?

Im Büro trinkt er überhaupt keinen Kaffee. Sein Frühstück besteht meist nur aus einem Apfel.

Wenn der Bürgermeister morgens ins Büro kommt: Woran erkennen Sie, dass er gute Laune hat?

Nach 29 Jahren der Zusammenarbeit, davon 18 als Bürgermeister, erkenne ich an der Art, wie er den Gang entlangläuft, ob er gestresst oder verärgert ist. Da muss ich ihm gar nicht erst ins Gesicht sehen, das weiß ich vorher schon. Besonders gut gelaunt ist er nur selten ? dann sagt er auch mal ein persönliches Wort.

In einem halben Jahr sind wieder Kommunalwahlen. Ist der Bürgermeister da nervöser als sonst?

Es ist ja noch gar nicht bekannt, ob es wieder antritt, die Nominierung ist erst im Oktober. Für uns läuft die Arbeit in jedem Fall weiter. Momentan ist er nicht besonders gelaunt, aber das liegt ? glaube ich ? nicht an der Wahl.

In den Vorzimmern der Bürgermeister sitzen meistens Frauen, die Bürgermeistersessel sind im ganzen Coburger Land mit Männern besetzt. Was meinen Sie, haben Frauen kein Interesse an einem solchen Amt?

Überwiegend werden Frauen belächelt, die Politik oder Karriere machen möchten. Sie werden einfach nicht ernst genommen. Es fehlt ihnen einfach die notwendige Unterstützung, die den Männern ganz automatisch angedeiht. Von den Parteien, von den Familien, von den Vereinen, von den Bürgern ? von allen Seiten. Es liegt in jedem Fall nicht am fehlenden Interesse, Frauen müssen halt mindestens doppelt so gut sein wie Männer, damit sie andere mit ihrer Leistung überzeugen können. Ich finde es schwierig, Beruf, die Organisation der Familie, und den Haushalt zu verbinden. Und außerdem den steinigen Weg zu gehen, das Prinzip zu durchbrechen, dass Männer einfach immer die Chefs sind. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: 1980 wurde ich mit 32 Jahren Standesbeamter. Bis heute hat es der Gesetzgeber nicht geschafft, dass es als Titel auch ?Die Standesbeamtin? gibt. In den Augen vieler muss ein Standesbeamter immer noch ein älterer Herr sein. Ich hatte damals eine Mutter, die mir ausrichten sollte, dass ihre Tochter lieber von einem Mann getraut werden möchte. Viel hat sich in den ganzen Jahren nicht getan. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis Frauen wirklich die gleichen Rechte und Pflichten haben, nicht nur auf dem Papier.

An Ihnen kommt niemand vorbei, wenn er zum Bürgermeister will. Verraten Sie uns Ihre beste Ausrede, warum es gerade eben nicht möglich ist, den Bürgermeister zu sprechen?

Wenn er nicht wirklich in einer Besprechung ist oder auswärtige Termine hat, ist er persönlich oder telefonisch für jeden zu sprechen, ganz egal ob es um dienstliche oder private Belange geht. Wir sind ja kein abgeschottetes Amt, sondern ein kleiner Haufen, der ganz nah am Bürger ist.

Sie erleben hier jeden Tag eine ganze Menge. Was werden Sie Ihren Enkeln noch erzählen?

Meine Enkel sind ja schon neun und elf Jahre alt, die haben andere Interessen als an Geschichten aus dem Rathaus. Mit den älteren Kollegen haben wir allerdings schon überlegt, ob wir im Ruhestand nicht ein Buch über die Erlebnisse im Rathaus schreiben sollten. Nur: Wir müssen verschwiegen sein, und Rentner haben ja bekanntlich keine Zeit. Eine Geschichte wäre sicherlich unsere Klopapierbestellung. Eine Kollegin hat nicht genau hingeschaut und statt Packungen Paletten bestellt. Die wurden in der Mittagspause geliefert und wir kamen gar nicht mehr in unser Rathaus. Überall stapelte sich Toilettenpapier.

Mal ganz ehrlich: Denkt der Bürgermeister an Ihren Geburtstag?

Wir haben einen elektronischen Kalender, in dem die Geburtstage alle stehen. Unsere beiden Geburtstage liegen nur ein paar Tage auseinander. Nachdem wir der gleiche Jahrgang sind, sagt er in diesen Tagen dann immer ?komm du erst mal in mein Alter?.

INTERVIEW: TIM BIRKNER


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